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Es hat sich mittlerweilen herumgesprochen, dass Content Management Systeme (CMS) einige Vorteile gegenüber statisch programmierten Websites aufweisen. Eigenpflege, Flexibilität und Suchmaschinenfreundlichkeit sind nur einige schlagende Argumente für ein solches System. Mit der Wahl "CMS" lässt jedoch auch die Qual nicht lange auf sich warten. Welches System ist das richtige für mich als Administrator und für uns als Unternehmen. Als kleine Entscheidungshilfe haben wir die Platzhirschen miteinander verglichen.
Einige Agenturen und Softwareschmieden versuchen CMS als eigens entwickelte Lizenssoftware an Frau und Mann zu bringen. Funktional fehlt diesen Systemen zwar meist nichts, sie bringen aber auch keinen Vorteil, der die Aufwendung einer Lizensgebühr rechtfertigen würde. Ganz im Gegenteil - es sind die OpenSource (lizenzfreien) Systeme, die seit Jahren die Maßstäbe setzen. Drupal, Joomla! und nicht zuletzt Typo3 wurden in den letzten Jahren von einer ganzen Armada an Programmierern geplant, umgesetzt und zur Perfektion getrieben. Mit ihnen sind Sie Unabhängig von Herstellern, bekommen in Foren unbegrenzten Support und ein jeder professionelle Webdeveloper ist in der Lage mit diesen Systemen umzugehen. Unser Credo lautet daher: "CMS nur als OpenSource!"
Typo3 ist der Veteran der Content Management Systeme in Deutschland. Ein hoher Funktionsumfang, unzählige Erweiterungen und eine ausgefeilte Rechtevergabe machen es zum PS-Protz in der Szene. Sie haben mehrere Administratoren, verschiedene Abteilungen möchten ihre Rubriken pflegen oder Sie planen sogar ein Intranet an Ihre Website anzugliedern? Dann greifen Sie hier beherzt zu. Wenn Ihre Ziele allerdings kleiner ausfallen, sollten Sie den Einsatz von TYPO3 besser noch einmal überdenken: Viele Pferdestärken brauchen Sprit, und den holt sich TYPO3 ohne Nachfrage beim Administrator. Schnelles Einarbeiten und intuitive Steuerung ist mit unseren beiden anderen Kandidaten besser möglich.
Obwohl im Funktionsumfang ähnlich mächtig wie TYPO3 konnte Drupal vorallem in Deutschland nicht den großen Durchbruch feiern. Da es ursprünglich als Community geplant war, überzeugt es vorallem durch eine überragende Rechtevergabe, eine standardmäßige Profilverwaltung und die Möglichkeit ausgefeilte Workflows zu erstellen.
Durch diese Funktionen ist es zum einen für Verlage interessant, die ein Online-Pendant zu ihrem Printprodukt realisieren wollen, aber auch für soziale Projekte: Lokale Plattformen, Communities oder - im Bereich der internen Unternehmenskommunikation - für Intranets.
Die klassische Unternehmenswebsite sollten Sie besser mit unserem dritten Probanten umsetzen.
Joomla! (ehemals Mambo) ist das schlankeste CMS in unserem Test. Wobei schlank im positivsten Wortsinn gebraucht wird. Kein Schnick-Schnack, nur das Nötigste an Bordgepäck. So kommt es daher und bietet damit die ideale Basis für eine Unternehmenswebsite. Nach wenigen Minuten Schulung ist Dank des Word-ähnlichen Editos der erste Text eingestellt, ein Bild integriert und ein weiterer Menüpunkt angelegt. Für 90% der Unternehmenswebsites völlig ausreichend.
Passen muss Joomla! allerdings, wenn mehrere Administratoren unterschiedliche Zugriffsrechte erfordern oder verschiedene Nutzergruppen benötigt werden. Ein Projekt, das beispielsweise Geschäftsführung und Vertrieb unterschiedliche Inhalte darbietet sollten besser mit den beiden vorgenannten Systemen umgesetzt werden.